KW31 – Was macht eigentlich unser Paprika?

Warum wir uns fragen, was unsere Paprikapflanzen so machen? Nunja, weil sie irgendwie schwächeln. Sie wachsen recht langsam. Sie sind weitaus kleiner als im Vorjahr. Wobei man da ja noch sagen könnte, sie wachsen halt kompakt. Genug Früchte haben die Pflanzen durchaus angesetzt. Allerdings mussten wir in den letzten zwei Wochen immer wieder matschige oder gar schimmelige Exemplare entfernen.

Wir gingen also mal auf Ursachenforschung und stellten gleich zwei Probleme fest. Zum einen hat das Unwetter im Juni durch den seinerzeit fallenden Hagel einige Früchte beschädigt. Das natürlich vornehmlich an der Oberseite. Genau hier liegt schon mal das erste Problem. Die betroffenen Paprikas haben eine defekte Oberfläche, durch die Wasser in die Früchte dringen kann. Das Wasser staut sich in den Früchten und sie werden matschig.

Das zweite Problem hingegen ist hausgemacht. Wir haben die Pflanzen in ihren Töpfen recht eng aufgestellt. Einfach weil unser Platz recht knapp bemessen ist. Das allerdings hat zur Folge, das weder genug Sonne noch ausreichend Luftzirkulation an den Paprikas ankommt. Das Ergebnis sind schimmelnde Früchte. Zumindest hier haben wir Abhilfe geschaffen.

Auf unserem ersten Kohlrabibeet konnten wir die vorletzte “oberirdische Sprossachse” (wie Wikipedia es beschreibt) von über einem Kilogramm ernten. Den freien Platz nutzten wir, um wenigstens drei Paprikapflanzen eben dahin umziehen zu lassen. Ein zweiter Platz wurde auf unserem ersten Hochbeet frei. Dort haben wir den Großteil der Rettiche geerntet.

Außerdem mussten wir den Pflücksalat aus dem Beet entfernen, da dieser binnen kürzester Zeit geschossen ist. Es bringt wohl nichts, Salate im Hochsommer anzubauen. Das müssen wir uns für 2018 merken.  So jedenfalls konnten wir weitere drei Paprikas in ihren Töpfen auf das Hochbeet stellen. Hier sollten sie über den ganzen Tag Sonne abbekommen und somit die Früchte hoffentlich schnell ausreifen. Natürlich müssen wir die Wasserversorgung genau im Auge behalten.

Wo wir gerade beim Platzschaffen sind: Im Laufe der Woche konnten wir den Großteil unserer Erbsen abernten. Die entsprechenden Pflanzen haben wir natürlich gleich aus dem Beet genommen. Ihre Rankhilfen haben wir allerdings stehen gelassen und unsere vier gut gewachsenen Physalis-Pflanzen in den Töpfen darin aufgestellt. Auf dieses Experiment sind wir sehr gespannt. Wir haben schon recht viele Blüten gesehen und mittlerweile auch die ersten Früchte.

Abgesehen von unserem “Hauptkriegsplatz” auf dem Acker passierte auch auf den Blumenbeeten wieder einiges. Gelenkblume und Echinacea stehen in vollem Flor, die Herbst-Sonnenbraut blüht ebenfalls langsam auf. Neben ihr steht übrigens eine Sonnenblume, die (gut, nicht ganz zufällig) in einem ganz ähnlichen rot und gelb erstrahlt. Neu in unseren Garten eingezogen ist derweil eine Marien-Glockenblume (Campanula medium). Die war ein Geburtstagsgeschenk des Strauchdiebes von seinen Schwiegereltern.

Übrigens: Endlich konnten wir uns über die erste Blüte unserer Dahlie freuen. Leider noch nicht auf dem allseits sichtbaren Blumenbeet, zumindest aber auf unserem Testbeet hinter dem Kompost. Nächstes Jahr werden wir die wunderschöne Staude wieder daheim vorziehen.

Absolut baff machte uns allerdings eine Begegnung am Dienstag. Die Strauchdiebin schaute nicht schlecht, als sie auf dem Sommerflieder ihrer Schwiegereltern einen Schwalbenschwanz in aller Ruhe Nektar saugen sah! Wir beobachten unsere heimischen Falter ja nun schon seit einigen Jahren, haben aber in unserer Gegend noch nie einen Schwalbenschwanz sehen dürfen. Zum Glück hatte es der zu den Ritterfaltern gehörende Schmetterling nicht sonderlich eilig und wir somit die Chance, schöne Bilder zu machen.

Ernte

2,6kg Stangenbohnen
380g Erbsen
325g Radieschen
1,3kg Kohlrabi
1kg Kartoffeln (2 vom Acker, 1 aus altem Weidekorb)
3,8kg Hokkaido-Kürbis

Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus)

Bild 1 von 20

Die Gelbe Schwertlilie blüht eigentlich zwischen Mai und Anfang Juli. Diese Blüte sahen wir Anfang August.

Wetterdaten für die 31. Kalenderwoche

(31.07.2017 bis 06.08.2017)
Außentemperaturen
Tiefsttemperatur
Hösttemperatur
Tagesdurchschnitt
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