Während der April eher selten mit gutem Wetter positiv auffiel, konnte die erste Maiwoche (zumindest ab Donnerstag) schon eher begeistern. Mit Temperaturen bis zu 22°C und viel Sonnenschein machten wir uns das ganze – dank Himmelfahrt sogar verlängerte – Wochenende im Garten zu schaffen.

Los ging es am Freitag – dem Geburtstag der Strauchdiebin. Das erste Vorhaben bestand eigentlich darin, ein kleines Pflaumenbäumchen, welches auf der Wiese eines Freundes als Wurzelausläufer gewachsen ist ein neues Zuhause auf unserer Obstwiese zu geben.

Dort hatten wir nach unserer Garten-Übernahme einen der drei Sauerkirschen (Prunus cerasus) ausgraben und entsorgen müssen. Zwischenzeitlich bewohnte den Platz ein Hochstamm-Flieder (Syringa vulgaris) . Der allerdings zog schon im Vorjahr um damit wir für den Pflaumenbaum Platz hatten.

Beim Ausgraben des Bäumchens fiel dann allerdings schnell auf, dass der kleine Ausläufer wenig bis gar keine eigenen Wurzeln gebildet und sich wohl zeitlebens über die Mutterpflanze ernährte. Der war somit nicht überlebensfähig. Wir ließen ihn direkt an Ort und Stelle zurück.

Allerdings ließ uns der Gedanke an einen neuen Baum auf der Obstwiese dann doch keine Ruhe. Kurzentschlossen fuhren wir in den nächsten Gartenfachmarkt und ließen die Blicke über allerlei Bäumchen schweifen. Letztendlich entschieden wir uns für eine mittelspäte Hauszwetschge (Prunus domestica) aus Thüringen.

Die erste Amtshandlung im Garten bestand dann natürlich darin, unseren Neuerwerb auf seinen Fleck zu pflanzen. Dazu gruben wir ein Pflanzloch aus, das doppelt so tief und breit wie der Container war, in dem unsere Zwetschge stand. Wir mischten der Erde noch reichlich frischen Kompost bei, pflanzten unser Bäumchen ein und bedeckten die Baumscheibe mit Rindenmulch. Nun heißt es fleißig gießen…

Fleißig ging es dann gleich weiter zu den in der Vorwoche angelegten Beeten auf dem Acker. Dort säten wir Radieschen, Rauke und Rote Bete. Auf unserer Rabenburg – wie wir unser Kräutertürmchen nennen, pflanzten wir noch einen Busch Schnittlauch und säten Petersilie aus. Kresse kam derweil in unser Tomatenzelt.

Am Samstag kamen dann die Kartoffeln in die Erde. Dieses Jahr soll es die mehlig kochende Sorte Adretta sein. Die Saatkartoffeln besorgten die Eltern des Strauchdiebes. Diese bauen seit Jahren eben jene Knolle in ihrem Garten an. Genau wie ihre Treue zur Tomatensorte “Harzfeuer” hängt wohl auch die Liebe zur Adretta noch mit den Gewohnheiten von DDR-Zeiten zusammen.

Zuletzt widmeten wir uns dem Pool. Wir ließen das Wasser vom Vorjahr ab und reinigten ihn. Da die Badesaison trotz derzeit gutem Wetter noch ein Weilchen hin sein wird, warten wir mit dem Befüllen noch etwas.

Wetterdaten für die 18. Kalenderwoche

(02.05.2016 bis 08.05.2016)
Außentemperaturen
Tiefsttemperatur
Hösttemperatur
Tagesdurchschnitt
Bodentemperatur

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