Das neue Jahr hat gerade begonnen – die beste Zeit, einen kleinen Rückblick auf das vergangene Gartenjahr zu werfen. Da doch recht viel los war, teilen wir unsere Retrospektive in mehrere Teile auf. Was von Januar bis April 2015 passierte, lest ihr nachfolgend.

Februar

Leipziger MesseBegonnen hat 2015 für uns mit der Haus-Garten-Freizeit-Messe am 7.2. in Leipzig . Dort deckten wir uns mit allerlei Stauden und Zwiebeln ein. Noch mussten wir natürlich mit der praktischen Arbeit in unserer Parzelle warten – aber uns juckte es ab diesem Zeitpunkt dann doch mehr und mehr in den Fingern.

PergolabeetDen ersten Arbeitseinsatz starteten wir dann am 16. Februar. Das Wetter war recht mild, der Boden nicht gefroren und wir hatten einen Plan gefasst: Für all die tollen Pflanzen von der Messe brauchten wir ein neues Beet. So machten wir uns an unserer Pergola an die Entfernung einer großen Thuja und es entstand im Laufe der Woche unser Pergolabeet.

SchneeglöckchenIn uns keimte während des Februars dann auch die Idee, unsere Arbeiten im Garten irgendwie festzuhalten. In allerlei Fotos machen wir das seit der Übernahme ohnehin schon. Aber wäre es nicht hilfreich, im Folgejahr noch zu wissen, wann welche Staude geblüht hat, wieviel Gemüse man ernten konnte oder wie das Wetter so war? Erster Ansatz war ein Gartenkalender, in dem wir diese Sachen festhalten wollten. Im Winter beschränkte sich das natürlich allein auf die Eintragungen von Wetterdaten.

Nun ist es recht müssig, jeden Tag eine Handy-App zu bemühen, um Höchst- und Tiefstwerte festzuhalten. Außerdem hatten die oftmals recht wenig mit den realen Temperaturen in unserem Garten zu tun. Also besorgte der Strauchdieb am 26.02. ein KlimaLogg Pro, einen Datenlogger der diese Aufgabe ab sofort automatisch übernehmen sollte.

März

RauchzeichenAm 8.3. war es dank herrlichem Wetter dann soweit: Das Angrillen konnte stattfinden. Eine kleine Feuerschale, in der wir parallel zum Grill einen Teil des im Februar gefällten Lebensbaumes verbrannten, sorgte am Nachmittag bei immerhin 13°C für zusätzliche Wärme. Im Gartenjahr 2014 grillten wir übrigens schon Ende Februar an.

RandsteinplattenDer zweite größere Arbeitseinsatz fand dann am 23.3. statt. Wir wollten die in den Boden gesunkenen Randsteinplatten zwischen Blumenbeet und Wiese herausgraben und neu einsetzen. In diesem Zuge verbreiterten wir die Rabatte gleich noch ein Stückchen. Der so entstandene zusätzliche Platz wurde umgehend mit einer Reihe aus Horn-Veilchen (Viola cornuta) bepflanzt.

Genau seit dieser Woche lief dann auch die automatische Temperatur- und Luftfeuchtigkeitmesssung im Garten. Mit einem Bodenfühler, der zusätzlich zum Außensender noch die Temperatur 10 cm tief im Boden misst, sind wir seither immer bestens informiert.

April

GartensparteSturmtief Niklas stimmte uns am 1.4. mit Schneefall, Graupelschauern, Sturmböen, Sonnenschein und kurzem Gewitter „perfekt“ auf den wechselhaften Monat ein. Am 2.4 verließ uns Niklas mit üppigem Schneefall wieder. Schon zwei Tage später hatten wir äußerst angenehme 17°C. Unser Garten überstand das Sturmtief ohne Schäden.

Pünktlich zum Ostermontag überlegte sich die Forsythie (Forsythia × intermedia), ihre Blüten in reichlicher Anzahl zu öffnen – als ob sie einen Kalender eingebaut hätte.

MaurerarbeitenAm 9.4. gab es dann einen kleinen Unfall im Garten: Beim Umräumen großer Granitsteine quetschte sich der Strauchdieb den rechten Mittelfinger. Der blutunterlaufene Nagel fiel erst Ende Juni ab. Darunter hatte sich aber bis zur Hälfte auch schon wieder ein neuer Nagel gebildet. Puhh…

PergolabeetAm 17.4. zogen einige Akeleien (Aquilegia) und Polster-Phlox (Phlox subulata) als erste Pflanzen auf unser neues Pergolabeet. An der Pergola selbst befestigten wir zwei Hängekörbe mit Fuchsien (Fuchsia), unter die Heidelbeeren am Acker kamen Schneeflockenblume (Sutera) und Gold-Zweizahn (Bidens ferulifolia). Hier waren wir mal wieder ein wenig zu voreilig: Sowohl die Fuchsien, wie auch die neue Bepflanzung unter den Heidelbeeren fiel am 19.4. einer frostigen Nacht zum Opfer.

Den ersten Rasenschnitt 2015 führten wir am 20.4. durch. Eine Woche später, am 28.4., verabschiedete sich der April ähnlich kapriziös, wie er begann. Die Temperaturen sanken von einem Tag auf den nächsten von 23°C auf gerade mal 9°C. In der Nacht bekamen wir Frost und leichten Schneefall. Der Mai konnte also nur besser werden.

 

 

Diesen Beitrag kommentieren

*