KW52 – Jahresrückblick 2017

Am Ende eines Jahres ist man immer erstaunt, wie schnell es doch vergangen ist. Für 2017 gilt das natürlich auch wieder. Haben wir uns nicht gerade noch mit dem Bau der Hochbeete beschäftigt, unsere Feuerstelle gebaut, den Fuhrwagen aufgepimpt oder das Poolbeet angelegt? Vielleicht verging das Jahr ja so schnell, eben weil wir im Garten so umtriebig waren?

Dabei sind wir Anfang 2017 noch davon ausgegangen, dass wir so viele Veränderungen gar nicht mehr vornehmen können. In unseren Planungen tauchte bei Zeiten die Idee eines Hochbeetes auf um die Anbaufläche von Gemüse vergrößern zu können. Außerdem wollten wir uns von einigen Lebensbäumen trennen. Mehr war nicht geplant. Was daraus wurde, könnt ihr in unserem Projekt-Jahresrückblick genauer nachlesen – hier würde das den Rahmen sprengen. 

Aber hier wollen wir gern mal auf all die anderen Dinge schauen, die uns dieses Jahr so beschäftigten. Wie war die Ernte, wie das Wetter? Was waren denn unsere Tops und Flops in 2017?

FrühbeetFangen wir mit den Tops an. Ganz oben auf der Liste stehen da unsere Hochbeete. Das war die beste Anschaffung, die wir im Garten tätigen konnten. Das Gemüse wächst schneller, die Erntezeit verlängert sich dank Frühbeet-Aufsatz merklich und Schnecken sind da oben kein Problem gewesen. Gut, Ameisen dafür eine gewisse Zeit. Unseren Roten Waldameisen hat der Neubau offensichtlich so gut gefallen, dass sie Anfang des Jahres gleich dahin umziehen wollten. War natürlich eine schlechte Idee. Gemerkt haben sie das allerdings erst, als es auf dem Hochbeet weit häufiger “regnete” als direkt daneben 😉

Tomaten

Gute Erfolge hatten wir 2017 im Tomatenzelt. Die alten Sorten, welche wir für den Anbau auserkoren hatten, waren allesamt sehr schmackhaft. Da konnten die beiden F1-Hybriden nicht mithalten. Selbst beim Ertrag sind die Unterschiede nicht so groß gewesen. 

Pak Choi

Natürlich hatten wir nicht nur Glück beim Gemüseanbau. So scheiterten unsere Versuche, Pak Choi anzubauen, kläglich. Die erste Aussaat schoss direkt ehe sich erntbare Blätter gebildet hatten, einem zweiten Experiment war ebenfalls nicht mehr Erfolg beschieden. Wir ließen ein Exemplar der erneut geschossenen Pflanzen zur Blüte und später zur Samenbildung stehen. Das freute vor allem die Raupen des Großen Kohlweißlings sehr. Die fraßen noch sehr spät im Jahr an den Blättern herum.

Kapstachelbeere (Physalis peruviana)Ebenfalls wenig erfolgreich endete unser Physalis-Anbau. Die Keimlinge vergeilten in heimischer Vorzucht ein wenig, erholten sich aber im Freiland und wuchsen zu üppigen Pflanzen heran. Wir sahen bei Zeiten auch Blüten und später Fruchtstände. Diese wollten dann – ob des nicht optimalen Wetters sicherlich – leider großteilig nicht mehr ausreifen

Blick in den Garten

Das Wetter war, wie jedes Jahr, natürlich auch wieder so ein spezielles Thema. Kurz gesagt reihte sich 2017 wieder in die Riege außergewöhnlich warmer Jahre seit 2014 ein. Allerdings hat die Temperaturstatistik einen kleinen Haken. So mag es im Mittelwert schon wärmer als normal gewesen sein. Aber gerade im Sommer schlugen die Temperaturkurven ordentliche Wellen. Wir hatten nicht ein einziges, wirklich langanhaltendes Sommer-Hoch. Außerdem war 2017 ziemlich feucht und allgemein betrachtet nicht das optimale Gartenjahr.

Blick auf den Miniwald

Das Jahr startete winterlich mit viel Schnee und frostigen Temperaturen. Im Garten konnten wir Schneehöhen von um die 50 cm messen. Die weiße Pracht blieb uns bis Ende Februar erhalten. Danach erlebten wir einen recht warmen März, gefolgt von einem wechselhaften April mit Spätfrösten. Die sorgten dafür, dass wir weder viele Heidelbeeren noch Johannisbeeren oder Kirschen ernten konnten. Die vielen Blüten an unserer Mini-Kiwi fielen im Juni – genau wie viele andere Gemüse – Sturmtief “Paul” zum Opfer. 

Blick zum Fuhrwagen

Als windiges Jahr wird uns 2017 wohl ohnehin in Erinnerung bleiben. “Paul” im Juni, “Sebastian” im September, “Xavier” und “Herwart” im Oktober bescherten uns immer wieder Orkanböen. Insgesamt hatten wir, was Schäden angeht, allerdings noch Glück. Nur “Paul” sorgte mit seinem Hagel für einige unfreiwillige Arbeitsstunden unsererseits.

Nun schauen wir schon voller Vorfreude auf das kommende Jahr. Wir werden in den nächsten Wochen sicherlich allerlei Pläne schmieden was Projekte oder den Anbau verschiedener Gemüse angeht. Wir sind sehr gespannt… 

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