Der April zeigt sich in diesem Jahr alles andere als freundlich. Erneut war es ziemlich kalt, dazu wolkenverhangen und recht windig. Das uns diese Wetterlage nicht gerade zu großen Garteneinsätzen motivierte, dürfte klar sein. So waren es unter der Woche eher kurze Besuche, die allerdings so einige Überraschungen bargen.

Am Montag entdeckten wir eine recht imposante Blütenknospe an unserem Rhabarber. Das hatten wir die Jahre davor so noch nicht gesehen. Anscheinend gefällt es der Pflanze an ihrem Standort so gut, dass sie nun über Dinge wie Vermehrung “nachdenkt”. Für uns bedeutet so eine sicherlich sehr schöne Blüte allerdings, dass die ohnehin kurze Ernteperiode der von uns begehrten Stangen noch kürzer bzw. der Ertrag geringer ausfallen wird. Wie jede andere Staude steckt auch der Rhabarber seine Energie nun vor allem in die Entwicklung der Blüte. Wir haben es in dieser Woche allerdings noch nicht übers Herz gebracht, dieses tolle Teil zu entfernen.

Zumindest wissen wir aber, wie wir es machen müssten. Ähnlich wie die Stangen sollte auch die Blüte beim Entfernen nicht mit einem Messer in Berührung kommen sondern ebenso am Stielende gefasst,  und mit leichtem Ziehen im Uhrzeigersinn abgedreht werden. Eventuell verbleibende Reste werden nicht mit dem Messer entfernt. Das ist notiert und wird wohl nächste Woche in die Tat umgesetzt.

Ganz schrecklich war dann ein Bild, dass sich am Dienstag hinter dem Schuppen zeigte. Das Nest unserer Amselfamilie lag auf dem Boden, einige kleine Blutreste ließen nichts gutes vermuten. Die Aufnahmen auf unserer Wildkamera bestätigten diese Annahme dann mit ziemlich furchtbaren Bildern. In der Nacht hat ein Marder recht problemlos das Nest plündern und den Amselnachwuchs verspeisen können. Das stimmte uns ziemlich traurig. Nicht nur das die mittlerweile recht agile Küken so brutal enden mussten sondern auch und vor allem, dass die Eltern noch den ganzen Dienstag immer wieder mit Futter an ihren ehemaligen Nistplatz kamen um den Nachwuchs füttern zu wollen.

Wenigstens hat diese traurige Begebenheit ein etwas versöhnliches Ende: Am Samstag konnten wir unser Amselweibchen dabei beobachten, wie sie emsig neues Nistmaterial auf dem Rondell zusammensuchte und damit immer wieder in dem rechts stehenden kleinen Lebensbaum verschwand. Anscheinend wird dort (auch unter Beobachtung ihres Männchens, dass die ganze Zeit irgendwo in der Nähe saß) neu gebaut.

Wir setzten unsere eigenen “Bauarbeiten” auf der Wiese am Freitag mit dem Entfernen der Lebensbaum-Wurzeln fort. Wie zu erwarten war das eine recht anstrengende Arbeit, die den Strauchdieb ganz gut ins Schwitzen brachte – trotz kühler Temperaturen. Zumindest konnten wir unser Tagwerk aber nach 3 Wurzeln und etwa 1,5 Stunden beenden.

Am Samstag stand erst einmal der Frühlingsmarkt unseres örtlichen Baumarktes auf dem Programm. Im Werbeprospekt entdeckten wir einige farblich nicht so ganz alltägliche Pelargonien, die wir in der hängenden Variante in unsere Pergola-Körbe und stehend in die Blumenkästen an der Laube pflanzen wollen. Außerdem haben wir schon beim letzten Besuch einige Pflanzen für unser neues Beet auf der Wiese auserkoren. Als Unterpflanzung unseres Flieder-Bäumchens standen letzte Woche ja schon zwei Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii)  in weiß und lila und ein weißes Tränenden Herz (Dicentra spectabilis ‚Alba‘) fest. Komplettieren sollen das Beet nun Wald-Anemone (Anemone sylvestris), Nelkenwurz (Geum Hybride) und Steinsame (Lithodora diffusa). Inklusive einiger Frühblüher-Zwiebeln sollte unser Fliederbeet (der Name war naheliegend) damit von März bis September immer etwas Blühendes vorweisen können. 

Auch unser Kräuterturm, die Rabenburg, bedachten wir mit einigen Neuanschaffungen. Nachdem wir die Steine dort vor einigen Wochen neu gesetzt und ein wenig zementiert hatten, thronten neben einem Rosmarin bisher noch Hornveilchen auf dem “Bergfried”. Das wird sich nächste Woche sicherlich ändern. Wir besorgten Berg-Bohnenkraut (Satureja montana), Knobi-Gras (Tulbaghia violacea) und Thymian (Thymus vulgaris) für die zukünftige Bepflanzung. Eine neue Minze (Mentha) – die eher im Topf als irgendwo frei gepflanzt wird – und drei Säcke Pflanzerde für das Fliederbeet rundeten unseren 63 EUR teuren Einkauf ab.

Zum Glück hielt das Wetter nach unserem Einkauf noch ein wenig durch und so machten wir uns an der letzten, sich  im neuen Beet befindlichen Wurzel zu schaffen. Die gehörte (wie schon erwähnt) zu einer Birke. Wann diese gefällt wurde, können wir nicht sagen. Wir wissen nur das sie einem der Vorbesitzer wegen des Laubabwurfes im Herbst zum Ärgernis wurde. Das war der selbe Gartenfreund, der den Pool baute und uns allerlei – aus anderen Gründen – nervigen Baum-, Strauch- und Buschbewuchs hinterließ.

Dachten wir letzte Woche noch das sich diese Wurzel ob ihrer Morschheit halbwegs leicht entfernen ließe, wurden wir nun eines besseren belehrt. Wir mussten eine ordentliche Schicht Erde um die Wurzel herum abtragen um an die doch noch recht stattlichen alten Ausläufer zu kommen. Nach deren Beseitigung und einigen weiteren beherzten Schlägen mit der Axt rings um den Stamm gab dieser endlich nach. Die Freude war groß als dieses letzte Hindernis beseitigt war.

Wir siebten einen Teil der abgetragenen Erde und verteilten sie auf unserem zukünftigen Beet. Danach ordneten wir einige Steine (allesamt natürlich wieder Funde aus unserem Garten) als Beetbegrenzung an und befestigten sie ein wenig. Letzte Aktion für diese Woche war dann noch das Verteilen der gekauften Pflanzerde. Nächste Woche geht es dann an das Bepflanzen unseres neuen Beetes. 

Wetterdaten für die 16. Kalenderwoche

(17.04.2017 bis 23.04.2017)
Außentemperaturen
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